Glossar

Fachbegriffe verständlich erklärt

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Begriff Definition
Kryotherapie

(z. B. Hilotherm®) Kälte zu therapeutischen Zwecken. Die Wirkung setzt sofort ein, denn die Kälte hemmt die Nervenrezeptoren und unterbricht damit v. a. die Schmerzwahrnehmung. Bei akut auftretenden Schmerzen wirkt Kälte besser als Wärme. Kälte kommt als Kältespray bei akuten Sportverletzungen und auch postoperativ, in Form von Kältepackungen, zum Einsatz. Sie soll die Schmerzmedikation einschränken und dem Patienten Bewegungen erleichtern bzw. ihn zu ihnen animieren. Bei der Hilotherm®-Kältetherapie kommt ein mobiles Gerät zum Einsatz, das die Kälte gradgenau bis zu 24 Stunden lang abgibt. Kälteschäden werden so vermieden. Diese Therapie eignet sich besonders gut zur postoperativen oder posttraumatischen Verwendung.

Läsionen

lat. laesio = Verletzung. Als Läsion bezeichnet man eine Schädigung, Verletzung oder Störung einer anatomischen Struktur oder physiologischen Funktion. Diese oft unentdeckten und nicht abklingenden Verletzungen können Verkettungssyndrome aufbauen und zu anhaltenden Schmerzen oder strukturellen Schäden führen.

Laufschlauch

Er dient zur Analyse, zur Korrektur und zum Trainieren von Gang- und Sprungbildern. Dazu verfügt er über unterschiedliche Auflagen und Härtegrade.

MRT und/oder ein CT

Magnetresonanztomographie, Kernspin- oder Computertomographie. Sie erzeugen xy-Scans des inneren Körpers, also von den Organen, Weichteilen, Sehnen, Bändern, Knorpeln, Bandscheiben und Nerven. Sie liefern Bilder von nahezu alle Strukturen, die das Röntgen und der Ultraschall nicht darstellen können, und das nahezu ohne jede Belastung für den Körper. Um eine außergewöhnlich gute Bildqualität zu gewährleisten, bedarf es regelmäßiger Investitionen in die neuesten und modernsten Technologien sowie regelmäßiger Software-Updates.

Neuraltherapie (NT)

Der Neuraltherapie liegt im Wesentlichen die Hypothese zugrunde, dass jede chronische Krankheit durch ein irgendwo im Körper befindliches Störfeld – insbesondere in Form von Narbenbildungen – bedingt sein kann. Diese Störfelder versucht man mittels gezielter Injektionstherapie (Lokalanästhetika) auszuschalten, so dass die Beschwerden geheilt werden können. Synonyme für die Neuraltherapie sind therapeutische Lokalanästhesie (TLA) oder Infiltrationstherapie. Die Neuraltherapie empfiehlt sich bei vielen Indikationen und häufig besonders bei als therapieresistent angesehenen Fällen, z. B. bei orthopädischen und chirurgischen Krankheiten, bei akuten und chronischen Schmerzsyndromen, bei Allergien und internistischen Krankheiten.

passive Muskeldehnung

Passive Übungen kommen zum Einsatz, wenn passive Strukturen (Kapseln, Ligamente, intraartikuläre Verklebungen, Narbenkontrakturen) an einer Einsteifung schuld sind. Passive Übungen bestehen in Dehnungen und Traktionen, zum Teil auch unter Zuhilfenahme mechanischer Hilfsmittel (Gewichtszüge, motorische Bewegungsschienen).

proprioceptive Neuromuskuläre Facilitation (PNF)

Proprioceptive Neuromuskuläre Facilitation. Dabei handelt es sich um eine neurologische Bewegungstherapie, die sich körpereigene Reflexe und das physiologische Verhalten von Nerven und Muskeln zunutze macht. Dies geschieht über äußere und innere Reize. Die Therapie kommt vor allem bei orthopädischen Schmerzsymptomen, die mit starken Muskelverspannungen und gesteigerter Schonhaltung einhergehen, zum Einsatz.

Aliases: PNF
Schmerzgedächtnis

Aus klinischen Untersuchungen weiß man, dass sensible Nervenzellen lernfähig sind, und zwar dem Großhirn vergleichbar. Wenn ein akuter Schmerz nicht ausreichend gelindert wird und die Nervenzellen immer wieder Schmerzimpulsen ausgesetzt sind, dann verändern sie ihre Aktivität. D.h. dass die sensiblen Nervenzellen „lernen“ bereits lediglich unangenehme Empfindungen als Schmerzimpuls zu interpretieren, obwohl der eigentliche Auslöser fehlt. Aus dem akuten Schmerz ist ein chronischer Schmerz geworden. Dies hat zur Folge, dass schon ein leichter Reiz, wie z. B. eine Berührung oder Dehnung, ausreicht, um einen Schmerz wahrzunehmen.

Snaix

SNAIX Braining (Gehirntraining) verfolgt einen konsequent ganzheitlichen Ansatz für Medizin, Therapie und Rehabilitation sowie im Sport. Jede Bewegung, die wir Menschen machen, hat ihm zufolge ihren Ursprung im zentralen Nervensystem und direkt in den Muskulaturen. Kraft bewirkt aber wenig, wenn sie nicht koordiniert werden kann. Und nur der Mensch, der sich bewegt, bleibt vital und gesund. Die Bewegungsabläufe beim SNAIX Braining sind dreidimensional, erfassen und kräftigen fast alle Muskelgruppen des gesamten Körpers und verbessern die Ausdauer. Dabei bewirkt die notwendige Koordination des Bewegungsflusses eine ganz besonders intensive Schulung der Koordinationszentrale, die beide Gehirnhälften sowie das zentralen Nervensystem umfasst. Das Anwendungsspektrum reicht vom rein sportlichen Koordinationstraining über die ganzheitliche Prävention bis hin zur Therapie von neurologischen (z. B. Schlaganfall) und orthopädischen (z. B. Rückenschäden) Erkrankungen. Neueste Hinweise legen nahe, dass auch das Lernvermögen von Schülern so verbessert werden kann (z. B. bei Legasthenie, Rechenschwäche, ADHS).

therapeutische Lokalanästhesie (TLA)

Therapeutische Lokalanästhesie. Die therapeutische Lokalanästhesie ist der wesentliche Teil der therapeutischen lokalen Injektionsbehandlung. Bei ihr wird eine niedrig konzentrierte Lokalanästhesielösung in das Gewebe infiltriert, um die Schmerzleitung zu unterbrechen. Die schmerzlindernde Wirkung ist meist länger als die reine Wirkdauer des Lokalanästhetikums. Erfahrungsgemäß kann eine Dauerwirkung durch eine Serie von Infiltrationen an aufeinanderfolgenden Tagen erreicht werden.

Aliases: TLA
therapeutische Lokale Injektionsbehandlung (TLI)

Therapeutische lokale Injektionsbehandlung. Hier geht es um die Injektion schmerzstillender, entzündungshemmender und entquellender Mittel direkt in den Ausgangspunkt des Schmerzes, also sehr häufig direkt in die kleinen Wirbelgelenke der Wirbelsäule. Die TLI hat einen unmittelbaren Einfluss auf die Primärstörung, der Gesamtorganismus wird nicht mehr als nötig mit Medikamenten belastet.

Tiefenstrahler

Die Tiefenstrahlertherapie arbeitet mit kaltem Rotlicht im Wellenlängenbereich von 610 bis 670 nm. Damit hat diese Strahlungsform eine wesentlich höhere Eindringtiefe als normales UV-Licht. Es werden körpereigene Stoffwechselprozesse angeregt. Die entstandenen Spaltprodukte können über den Blutkreislauf abtransportiert werden. Die Tiefenstrahlertherapie wird vor allem bei entzündlichen Veränderungen sowie zur Förderung der Schmerzlinderung bei chronischen und akuten Beschwerden im Sehnenbereich eingesetzt.

transkutane elektrische Nervenstimulation

Die transkutane elektrische Nervenstimulation ist ein Verfahren der Gegenirritation. Dabei werden Elektroden auf die Haut geklebt, über die Stromreize abgegeben werden. Die Schmerzempfindung wird überdeckt und die Weiterleitung der Schmerzinformation wird gehemmt. Zusätzlich fördert TENS die Bildung von Endorphinen. Endorphine sind vom Körper hergestellte Stoffe, die Ähnlichkeit mit Morphinen besitzen und zusätzlich zur Schmerzlinderung beitragen.

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Glossary 2.7 uses technologies including PHP and SQL